Keplerschule Korb

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Evaluationsbericht Schülerumfrage

 

1. Allgemeines:       

 

An der Umfrage im Frühjahr 2011 nahmen 62 GrundschülerInnen aus der Klassenstufe 3 und 4  und 104 WerkrealschülerInnen aus den Klassenstufen 7 – 9 teil.

Die Schüler äußerten sich zu 23 Aussagen eines Fragebogens aus den Bereichen:

      1. Schule als Lebensraum (4 Aussagen)

      2. Zufriedenheit mit dem Unterricht und den Lehrpersonen (9 Aussagen)

      3. Zufriedenheit mit dem Schul- und Klassenklima (10 Aussagen)

Ihre Zustimmung konnten die SchülerInnen auf einer 4-stufigen Skala ausdrücken.

Eine Mitte wurde nicht angeboten, damit die Schüler auf jeden Fall eine negative oder eine positive Tendenz bekunden mussten.

 

Zudem waren die SchülerInnen aufgefordert sich schriftlich Aussagen zu zwei

weiteren Bereichen zu machen:

      1. Für sie positive Dinge, die die Keplerschule auf jeden Fall beibehalten soll.

      2. Verbesserungsvorschläge, die sie für ihre Schule haben.

 

Der Aussagen des Fragebogen wurden den SchülerInnen erklärt.

Die Nennungen wurden in Prozentpunkte umgerechnet und in einem Schaubild dargestellt. Die Zahl 100 steht für eine hohe Zufriedenheit, 66 für Zufriedenheit, 33 für weniger Zufriedenheit und die Zahl 0 für Unzufriedenheit mit der Situation der Schüler an der Schule.

Im Balkendiagramm der Einzelnennungen kann man das gemittelte Ergebnis detaillierter betrachten.

 

2. Ergebnisse

 

1.   Schule als Lebensraum

           

Erfreulich ist, dass die befragten SchülerInnen in der Mehrheit gerne, bis sehr gerne in die Schule gehen, was für einen Lernerfolg sicherlich von Bedeutung ist. Ebenso empfinden sie, dass der erfahrene Unterricht sinnvoll ist und bei ihnen zu einem Wissenszuwachs führt.

Über den Zustand des Lernortes herrscht noch allgemein Zufriedenheit. Wobei der Wunsch nach der Verschönerung der Klassenzimmer (6 Aussagen) zeigt, dass dieser Bereich noch Entwicklungsmöglichkeiten beinhaltet.

 

Ausreißer in diesem Themenfeld stellt die Frage nach der Gestaltung des Schulhofes dar. 67% in der Grundschule und 50% in der Werkrealschule zeigen, dass hier Handlungsbedarf besteht. Auch in den Verbesserungsvorschlägen der Schüler trat dies deutlich zu Tage; es werden mehr Sitz- und Spielmöglichkeiten angemahnt. So soll es wieder möglich sein Tischtennis, Fußball an der Torwand und Basketball zu spielen.

 

2.   Zufriedenheit mit dem Unterricht und den Lehrpersonen

           

Werte mit der deutlichen Tendenz zu sehr zufrieden zeigen, dass die pädagogische Schulentwicklung nach Klippert und die damit verbundenen Lern- und Arbeitsformen und die Lernkompetenztage von den Schülern positiv wahrgenommen werden.

Ein großes Plus der Keplerschule stellt sicher auch die Lernbegleitung dar, die viele Werkrealschüler als eine wesentliche Hilfe bei schulischen Problemen benannt wird.

Auch die schriftlich formulierten Aussagen über die von den SchülerInnen als toll und nett wahrgenommenen LehrerInnen zeigen, dass die  pädagogischen Arbeit an der Schule in ihrer Qualität Wertschätzung erfährt (siehe auch Elternumfrage)

 

Ein Handlungsfeld stellt die Lautstärke während des Unterrichtes dar. Werte mit 42% (GS) und 48% (WRS) zeigen die Unzufriedenheit der Schüler in diesem Bereich.

 

3.   Zufriedenheit mit dem Schul- und Klassenklima

 

Die Prozent- und die Einzelwerte der angekreuzten Aussagen bestätigen die hohe Zufriedenheit der Schüler mit dem Schul- und Klassenklima. Bei fast allen Aussagen wurde von den Schülern am häufigsten „sehr zufrieden“ angekreuzt. Auch die Prozentzahlen haben durchweg die Tendenz zu sehr zufrieden.

Die verbalen Äußerungen zur empfundenen „Hilfsbereitschaft“, den „netten LehrerInnen“ und dem, dass „die Keplerschule die beste Schule ist, und so bleiben soll“ unterstreichen das Ergebnis des Fragebogens.

 

Einzig der Umgang der SchülerInnen untereinander wird von den SchülerInnen nicht durchweg als positiv empfunden. Dies zeigen die Einzelwerte wie auch die Prozentwerte 51% (GS) und 54% (WRS) deutlich.

Die verbalen Äußerungen „kein Drohen und Schlagen unter Schülern“, „kein Drängeln in der Pause“, „Mehr Strenge mit denen, die Blödsinn machen“ ergänzen die Aussage des Fragebogens.

Geäußerte Wünsche der Schüler zu einem veränderten Essensangebot während der Pausen oder der Mittagspause sind schon lange ein Thema an der Schule. Betrachtet man die Umfrage zu diesem Bereich, so zeigt sich, dass diese Wünsche vor allem aus dem Werkrealschulbereich kommen. Die Schüler der Grundschule sind mit dem Angebot fast durchweg zufrieden.

 

3. Schlussfolgerungen und Konsequenzen aus den Ergebnissen

 

1. Würdigung der bisherigen Arbeit

 

Das Gesamtergebnis wirft ein positives Bild auf die Keplerschule und die geleistete pädagogische Arbeit des Kollegiums und bestärkt es, den eingeschlagenen Weg der pädagogischen Schulentwicklung nach Klippert weiter zu gehen. Die positive Grundhaltung der LehrerInnen gegenüber den SchülerInnen der Schule, das konsequente „Hinsehen“ bei Ansätzen von Gewalt und der Umgang mit den SchülerInnen prägt ein Klima, in dem sich die Schüler sicher, angenommen und wohl fühlen. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für den Lernerfolg der SchülerInnen gegeben.

Die im Schulcurriculum vielfältig verankerten Klassenaktionen (Siehe Prozesse – Ordner Fremdevaluation), die ein Gemeinschaftsgefühl unter den Keplerschülern bewirken sollen, tragen sicher zusätzlich zu diesem positiven Gesamteindruck bei.

Auch die Rückmeldungen zum erlebten Unterricht zeigen, dass die Schüler einen Lernerfolg bei sich selbst erleben können.

2. Handlungsfelder zur Vorlage bei einer GLK zur Beschlussfassung

      a) Klassenzimmergestaltung:

 

Die Tische und Stühle werden Klassenweise seit einigen Jahren erneuert. Einzelne Klassen streichen die Wände der Zimmer in Eigenregie neu. KollegInnen entfernen Vorhänge, die sich durch das Sonnenlicht im Laufe der Zeit auflösen.

Nachdem die Flure der Schule nun eine umfassende Neugestaltung erfahren, ist es sicher sinnvoll auch die Klassenzimmer genauer in Augenschein zu nehmen und über die Eigeninitiativen hinaus, gemeinsam ein Konzept zu entwickeln.

Die Ergebnisse der SMV-Tagung legen zusätzlich nahe, den Zustand der Schwämme, Handtücher und Seifenspender zu überprüfen und gegebenenfalls zu erneuern.

 

b)    Spielmöglichkeiten während der großen Pausen:

 

Nachdem die Bauarbeiten der Feuertreppe und die damit verbundene Umgestaltung des Innenhofes beendet sind, kann auch das Bewegungsangebot während der Pausen erweitert werden. Die Torwand und die Tischtennisplatten stehen für die Schüler in verbesserter Form wieder zur Verfügung. Zudem ist das Basketballfeld neu markiert worden.

Nicht zu vergessen ist, dass auch dieses Jahr wieder Sportmentoren ausgebildet wurden, die seit dem zweiten Halbjahr 2010/11 diverse Spiele einer Spielebox für die Grundschüler während den großen Pause anbieten.

 

Zu überlegen ist trotzdem, ob die aufgezeichneten und inzwischen verblassten Hüpfspiele als Ergänzung zur Rutsche und zum Klettergerüst wieder erneuert werden sollten oder ob zusätzliche Spielgeräte sinnvoller wären.

 

      c)  Schulhofgestaltung - Sitzmöglichkeiten:

 

Die bestehenden Bänke entlang einer Wand, die Bänke hinter dem Basketballständer und die Einzelsitze vor der Rabatte werden von den Schülern als nicht ausreichend empfunden. Zumal das Sitzen auf den Bänken am Basketballkorb durch Korbwürfe nicht ungefährlich ist.

Eine ursprünglich vorhandene Bank neben dem Basketballfeld wurde im Rahmen einer Malaktion vor vielen Jahren entfernt und nicht wieder montiert.

Nach der Umfrage wurde im Schulhof ein Holzstamm als Sitzgelegenheit installiert.

Trotzdem wünschen sich die Klassensprecher bei einer einer SMV-Tagung weitere Sitzgelegenheiten im Rasenbereich, die jedoch nur bei schönem Wetter zur Verfügung stehen würden.

 

      d) Schulhofgestaltung - Verschönerungen

 

Die Wände wurden vor Jahren von Schülern gestaltet und sind erfreulicher Weise nicht verunstaltet worden. Trotzdem haben Flechten und Schmutzspuren an den Wänden hinterlassen.

Entweder muss überlegt werden alles neu zu gestalten oder der Versuch unternommen werden, den Schmutz zu entfernen.

Der Vorschlag, die Rabatten neu zu bepflanzen, wird jedes Jahr von der Gartenbau-AG umgesetzt. Leider ist der Erfolg durch die Durchwurzelung der Erde nicht von Dauer. Hier würde nur helfen den Baum zu fällen, was sicher nicht gewollt ist.

 

e)    Ruhe/Lautstärke während des Unterrichts und Umgang der Schüler untereinander.

 

Als Reaktion auf diese von den Schülern benannten Problemfelder beschloss das Kollegium das kommende Schuljahr 2011/12 unter das Jahresmotto „Rücksicht“ zu stellen. Im Rahmen der Aktionen zum Jahresmotto muss das Umfrageergebnis zu beiden Themenfeldern noch einmal aufgegriffen, differenzierter betrachtet und neue Verhaltenstrategien entwickelt werden.

 

f)       Essensangebot während den Pausen

 

Momentan verkauft der Hausmeister Butterbrezeln, Brezeln, Brötchen, Milchmixgetränke und Fruchtsaftgetränke. Freitags gibt es das „gesunde Pausefrühstück“ mit vielfältigen Essensangeboten, die bis zum Mittwoch von den Schülern bestellt werden müssen. An diesem Tag verkauft der Hausmeister nur Getränke.

Vor allem die Werkrealschüler wünschen sich eine größere Auswahl (belegte Brötchen, weitere Getränke) und auch einen Essensverkauf am Freitag.

Ein Verkauf von Essen am Freitag würde der Zielsetzung des „gesunden Pausenfrühstücks“ entgegenarbeiten; man kann die Werkrealschüler noch einmal verstärkt auf das Freitagsangebot hinweisen und sie ermuntern bis Mittwoch eine Bestellung abzugeben.

Ob der Hausmeister das Angebot erweitern will und kann – oder ob er zustimmt, dass Schüler das Angebot ergänzen, muss mit ihm besprochen werden.

An welche zusätzlichen Getränke die Schüler denken, muss abgefragt werden. Cola und Fanta darf laut Konferenzbeschluss nicht verkauft werden (Dickmacher, ADHS). Zurückliegende Versuche mit Fruchtsäften haben gezeigt, dass diese von den Schülern gar nicht angenommen wurden.

 

 

      g) Eine veränderte Form von Bundesjugendspielen

           

Die Aussagen der SMV und der Schüler in der Umfrage zeigen, dass eine Neugestaltung der Bundesjugendspiele, die zurzeit als Dreikampf durchgeführt werden, erwünscht ist.

Die Situation in der Werkrealschule ist auch organisatorisch gesehen unbefriedigend. Die Werkrealschüler hatten im Schuljahr 2010/11 vor den Spielen Unterricht, da sie ihre drei Sportdisziplinen relativ schnell absolvieren und danach unbetreut wären.

Im Rahmen der verlässlichen Grundschule gibt es für die Grundschüler schon seit Jahren ein an den Dreikampf anschließendes Sportturnier.

Vorstellbar wäre an den Dreikampf das jährliche Schulturnier, das die Klasse 8 für die Mitschüler organisiert, anzuschließen. Dafür spricht, dass der Großteil der Schüler mit Freude am Dreikampf teilnehmen.

Alternativ dazu wäre zu überlegen, den Dreikampf ganz abzuschaffen und einen Sport- oder Bewegungstag mit vielen verschiedenen Angeboten durchzuführen.